Kollegium-Regressschutz

Praxisbesonderheiten

  • eine überdurchschnittliche Häufung von Patienten mit chronischen Erkrankungen
  • überdurchschnittlich viele alte und pflegebedürftige Patienten in der Praxiseine überdurchschnittliche Häufung von Überweisungsfällen Aknetherapie (SG München Urteil vom 15.04.1986 - S 31 Ka 380/84) Allergiker, hoher Anteil (BayLSG Urteil vom 16.08.1989 - L 12 Ka 140/88)
  • Allgemeinarzt mit internistischem Schwerpunkt und großem Labor (BSG Urteil vom 22.05.1984 - 6 RKa 21/82).
  • Allopathie (LSG Rheinl.-Pfalz Urteil vom 29.06.1990 - L 5 Ka 49/89)
  • Ambulantes Operieren (SG Karlsruhe Urteil vom 25.10.1989 - S 8 Ka 2616/86) Apparative Ausstattung, sofern das Krankengut diese Ausstattung erfordert; also nicht das bloße Vorhandensein !(LSG NRW Urteil vom 12.12.1973 - L 1 Ka 47/72 und vom 25.03.1981 - L 11 Ka 5/80; LSG Niedersachsen Urteil vom 23.06.1980 - L 5 Ka 3/76).
  • Ausländeranteil, hoch (SG Mainz Urteil vom 16.01.1980 - S 2 Ka 25/79; abgelehnt vom LSG Hessen Urteil vom 30.05.1990 - L 7 Ka 1400/88). Besondere Behandlungsmethode (BSG Urteil vom 22.05.1984 - 6 RKa 21/82).
  • Besondere Krankheiten, örtliches Auftreten (BSG Urteil vom 09.11.1982 - 6 RKa 16/82 und 23/82 sowie vom 19.11.1985 - 6 RKa 13/84).
  • Besonders schwere Fälle, wenn vom Arzt nachgewiesen
  • D-Arzt-Tätigkeit (BSG Urteil vom 08.05.1985 - 6 RKa 4/84).
  • Ganzheitsmedizin (BSG Urteil vom 15.04.1980 - 6 RKa 5/79).
  • Gemeinschaftspraxis, sofern kein ausschließlicher Vergleich mit Ärzten in Gemeinschaftspraxen angestellt wurde (BSG Urteil 26.03.1976 - 6 RKa 11/75).
  • Geringe Fallzahlen bei Praxisbeginn (LSG NRW Urteil vom 24.11.1976 - L 1 Ka 35/76).
  • Homöopathie (BSG Urteil vom 15.04.1990 - 6 RKa 5/79).
  • Kardiologische Ausrichtung der Praxis (BSG Urteil vom 01.08.1975 - 6 RKa 2/74 und vom 01.10.1990 - 6 RKa 32/89).
  • Kinderarzt: mehrfach behinderte Kinder, Kinder von außerhalb, Überweisungen ohne Zielauftrag sowie Ausbildung in der Bobath-Methode (BSG Urteil vom 19.11.1985 - 6 RKa 13/84).
  • Naturheilverfahren (BSG Beschluss vom 25.02.1987 - 6 BKa 13/87).
  • Neubeginn der Praxis, nicht länger als vier Quartale (BSG Urteil vom 26.04.1978 - 6 RKa 14/77 und vom 02.09.1987 - 6 RKa 8/87).
  • Patientengut, besonderes (BSG Urteil vom 19.11.1985 - 6 RKa 13/84).
  • Phlebografie (BSG Urteil vom 08.05.1985 - 6 RKa 4/84).
  • Phlebologische Ausrichtung der Praxis (BSG Urteil vom 22.05.1984 - 6 RKa 16/83).
  • Physikalisch-medizinische Leistungen bei Erbringung in der Praxis und Nichtverordnung an Dritte (BSG Urteil vom 08.05.1985 - 6 RKa 24/83).
  • Rentneranteil, hoch (BSG Urteil vom 09.11.1982 - 6 RKa 16/82 und 23/82).
  • Röntgen in der Praxis (LSG NRW Urteil vom 24.11.1976 - L 1 Ka 35/76).
  • Überweisungen an den geprüften Arzt (BSG Urteil vom 09.11.1982 - 6 RKa 16/82 und 23/82).
  • Untypische Leistungen für den Praxisort (BSG Urteil vom 22.05.1984 - 6 RKa 21/82).
  • Urlaubszeiten, keine z.B. wegen Tätigkeit in einer Gemeinschaftspraxis (BSG Urteil vom 26.03.1976 - 6 RKa 11/75, SG Hannover Urteil vom 05.01.1991 - S 10 Ka 377/89).
  • Zusatzbezeichnung, Tätigkeit im Bereich der (BSG Urteil vom 22.05.1984 - 6 RKa 21/82; LSG Rheinl.-Pfalz Urteil vom 29.06.1990 - L 5 Ka 49/89). Hier wäre auch die Bildung einer engeren Vergleichsgruppe möglich

Urteile nach denen Praxisbesonderheiten nicht anerkannt wurden:

  • Besondere Kenntnisse des Arztes per se; abgelehnt mit BSG Urteil vom 22.04.1983 - 6 RKa 14/80 und vom 18.05.1983 - 6 RKa 18/80).H-Arzt-Tätigkeit (abgelehnt: LSG Celle Urteil vom 05.12.1973 - L 5 Ka 8/70).Schwerbehinderung des geprüften Arztes (abgelehnt: LSG Rheinl.-Pfalz Urteil 16.05.1991 - L 5 Ka 13/90).Sportverein, Tätigkeit im Sportverein per se (abgelehnt: SG Mainz Urteil vom 29.07.1992 - S 1b Ka 169/90).