Kollegium-Regressschutz Arbeitsgemeinschaft

Sprechstundenbedarfsprüfung



Die Sprechstundenbedarfsprüfung erfolgt in der täglichen Praxis entweder nach Richtgrößen oder nach dem Fachgruppendurchschnittswert. Dies ist in den einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen unterschiedlich geregelt. Der Sprechstundenbedarf wird in einer so genannten Sprechstundenbedarfsvereinbarung niedergelegt und ist zuvor zwischen den Vertragspartnern auf Landesebene vereinbart worden.

Unter Sprechstundenbedarf sind solche Arzneimittel sowie medizinische Hilfsgeräte (z.B. Gips als Abdruckmittel, Verbandstoffe, Nahtmaterial ) zu verstehen, die im Rahmen der Patientenbehandlung in der Praxis oder die für Notfallbehandlungen vorrätig zu halten sind. Der Sprechstundenbedarf ist abzugrenzen von:

  • Den Arzneimitteln, die für die Behandlung eines Einzelnen benötigt werden,
  • Den Behandlungssachmitteln, die nach dem EBM mit der Bewertung der abrechnungsfähigen Leistungen bereits abgegolten sind, weil in den Bewertungen enthalten.

Als Sprechstundenbedarf gelten nur solche Mittel, die ihrer Art nach bei mehr als einem Berechtigten im Rahmen der vertragsärztlichen Behandlung angewendet werden oder bei Notfällen für mehr als einen Berechtigten zur Verfügung stehen müssen.

Für die eigentliche Prüfung gelten die gleichen Regelungen wie bei den Arzneimitteln.